Interview

Das Ausbildungs- und Tagungshotel Lindenhof in Bielefeld bietet „Ausbildung mit
Qualität“ – ein Gespräch mit Hotelleiter Jürgen Simon.

Was macht die Ausbildung im Hotel Lindenhof so besonders?
Die Ausbildung von Menschen mit Behinderung ist mit einem erhöhten Förderbedarf und mehr Aufwand verbunden, um den Menschen
auch gerecht werden zu können. Als Voraussetzung dafür müssen unsere Azubis unter anderem die schulischen Anforderungen
für eine Förderberufsschule erfüllen. Außerdem haben drei unserer Ausbilder eine so genannte Reha-pädagogische Zusatzqualifikation,
das unterscheidet uns von anderen. Wir glauben an die selbstbestimmte Ausbildung und daran, dass wir für die Gastronomie und
Hotellerie gut geeignete Menschen fördern können.


Was heißt das in der Praxis, wie läuft die Ausbildung ab?
Wir definieren die Ausbildungsinhalte ganz genau, um sie zuerst in mehrere kleine Einzelschritte zu zerlegen und später dann wie
ein Mosaik wieder zusammenfügen zu können. Es ist wichtig, die richtigen Tools zu entwickeln, um jeden individuell zu fördern
und jedem gerecht zu werden. Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen müssen zudem auch im Betrieb unterschiedlich
eingesetzt werden. Um das herauszufinden, braucht es Zeit und Konzentration auf den Einzelnen.


Welche Bedeutung hatten diese Standards für die Initiative „Ausbildung mit Qualität“?
Mit unserer Art auszubilden, hatten wir bereits einen Großteil der Leitsätze erfüllt, die für die Teilnahme gefordert waren. Angefangen
von der Orientierungsphase über die Bezugsperson im Betrieb und die Qualifizierung der Ausbilder bis hin zu Arbeitsklima,
Feedback-Gesprächen und Prüfungsvorbereitungen. Das Besondere ist die Tatsache, dass unsere Auszubildenden zusätzlich online
anonym befragt wurden. Wir finden diese Initiative vorbildlich, denn das Zertifikat gibt uns die Chance, zu zeigen, dass wir mit
Herzblut und Professionalität ausbilden.

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